Business Model Canvas Teespring

Im Rahmen der Vorlesung „Geschäftsmodelle im E-Commerce“ habe ich das Geschäftsmodell von Teespring.com analysiert. Die Methode zur Analyse war das Business Modell Canvas nach Osterwalder & Pigneur.

Teespring, ein junges Start Up aus den USA, widmet sich dem ausgelutschten Thema „T-Shirts mit selbst gestalteten Aufdrucken versehen“ erfrischend innovativ. Es kann zum Einen auf Teespring.com der komplette Design- und Konfigurationsprozess mit einem gelungen Designer-Tool online abgewickelt werden, zum Anderen wird eine Crowdfunding-Funktion eingebunden: Das T-Shirt wird erst produziert, wenn genug verbindliche Vorbestellungen eingegangen sind.

Der typische Ablauf sieht folgendermaßen aus: Nachdem man sein Design erstellt hat, wird man aufgefordert, die angestrebte Verkaufsmenge und einen Verkaufspreis nennen. Bei diesem Schritt wird eingeblendet, wieviel ein Shirt in der Produktion kostet (je höher die angestrebte Stückzahl, umso weniger) und was ausgehend vom Verkaufspreis je Shirt für ein Profit möglich ist. Danach solltet Ihr den Link zu Eurem Design (auch Kampagne genannt) verbreiten. Erste Wahl sind dabei facebook-ads, für die Teespring auch eine Kooperation angeleiert hat. Wenn genügend verbindliche Vorbestellungen von Eurem Design registriert wurden, geht’s weiter: Teespring.com übernimmt die Zahlungsabwicklung, die Produktion und Distribution. Genauer habe ich das in meiner Präsentation zum Business Model Canvas Teespring visualisiert. Stark finde ich, dass Teespring nicht einen Teil des Gewinns als Provision kassiert, sondern alle Kosten und damit auch die Entlohnung für Teespring, in den Herstellungskosten inkludiert sind.

Gerade die Kombination aus Crowdfunding und anschließender Produktion ist die Innovation im Geschäftsmodell. Gleichzeitig fallen keinerlei Vorab-Kosten an. Die typischen Probleme beim Verkauf selbstgestalteter T-Shirts sind also konsequent eliminiert:

  1. Ihr müsst weder erraten welche Größen, noch welche Mengen anfallen werden.
  2. Ihr müsst nicht in finanzielle Vorleistung gehen.
  3. Ihr erhaltet einen hochqualitativen Druck auf robusten Shirts.
  4. Um Distribution und Zahlungsabwicklung müsst Ihr Euch nicht kümmern.

Klingt fast zu schön, um war zu sein? Ja, fast. Gerade weil das Modell so gut ist, reibungslos funktioniert und auch Investoren überzeugt sind schon jede Menge Leute auf den Zug aufgesprungen. Ein paar von Ihnen sind anscheinend auch Millionäre geworden, aber jetzt scheint sich eine erste Sättigung einzustellen. Das einfache, schnelle Geld lässt sich wohl nicht mehr holen.

Hier kommt Ihr zu den Folien zum Business Model Canvas Teespring – die Präsentation durfte ich im Übrigen im Hauptsitz der Otto Group in Hamburg halten.

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