Mit krautreporter.de geht werbefreie Community für Journalismus im Netz online

Mit krautreporter.de geht werbefreie Community für Journalismus im Netz online

Seit 24.10. ist krautreporter.de online. Relativ unspektakulär, kein großer Tam-Tam, kein größeres Medienecho. Dabei ist die Idee der Journalisten, die auch für FAZ und Zeit online schreiben genau die Richtige zur richtigen Zeit.Unabhängig wollen Sie sein, deshalb wurde krautreporter per Crowdfunding ins Leben gerufen. Durch Mitgliedsbeiträge (5€/Monat) soll gewährleistet werden, dass zum einen genug Geld für den Betrieb der Plattform zur Verfügung steht, zum anderen aber auch, dass keine Werbung geschaltet werden muss. Die Werbefreiheit ist hierbei nicht nur als Entlastung für die Augen gedacht, sondern steht für einige der Ziele von krautreporter: Transparenz, Entschleunigung und echter Qualitätsjournalismus, der nicht irgendwelchen Klick-Raten und Aufmerksamkeit erheischenden Schlagzeilen verpflichtet ist.

Das sind edle Motive, doch man darf gespannt sein, ob der Plan aufgeht: Ist es wirklich so einfach, die komplette Branche aus der Krise zu hieven? Letztendlich ist Erfolg und Misserfolg jedes Jahr aufs Neue von den Mitgliedern abhängig. Diese müssen von Qualität und den Zusatzfeatures, die man als zahlendes Mitglied erhält stets aufs Neues überzeugt werden. Geraden in Zeiten der „Gratis-Kultur“ wird es wohl schwer, immer genug zahlende Mitglieder zu gewinnen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Beiträge auf der Plattform auch ohne Anmeldung lesbar sind.

Ich selbst habe die Plattform mit einem Jahres-Mitgliederbeitrag unterstützt und bin bisher von den Artikeln angetan. Man benötigt zwar eine etwas mehr Zeit für die langen Artikel, doch hat man dann auch nach dem Lesen das Gefühl, dass sich hier mit einem Thema ausreichend intensiv befasst wurde. In Zukunft wünsche ich mir noch ein wenig mehr Beiträge zu den aktuellen Krisen und Konflikten (Nahost und Ukraine im Speziellen), da ich mich hier von der bisherigen Berichterstattung nicht ausreichend und vor allem einseitig informiert fühle. Das war übrigens der Hauptgrund, warum ich mich überhaupt für das Projekt interessiert habe.

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